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| „Rückkehr zur Demokratie möglich, aber nicht sicher” |
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Dhaka/Brüssel, 31. Dezember 2008 – Der Leiter der EU–Wahlbeobachter in Bangladesch, Alexander Graf Lambsdorff, kommentiert das Ergebnis der Parlamentswahlen in Bangladesch: „Die Wahlen in Bangladesch sind korrekt und professionell durchgeführt worden. Die hohe Wahlbeteiligung und der bislang friedliche Verlauf lassen hoffen, dass in Bangladesch eine Rückkehr zur Demokratie möglich ist. Entscheidend ist jetzt, dass die Regierung Sheikh Hasinas mit Augenmaß regiert – und dass die Opposition das Ergebnis akzeptiert. Erste Äußerungen der unterlegenen Khaleda Zia deuten leider auf das Gegenteil hin. Ein Rückfall in die Verhaltensmuster von vor 2007 wäre jedoch höchst bedauerlich, besonders wenn dies erneut Parlamentsboykott und gewalttätige Blockadestreiks mit sich bringen würde. Aus europäischer Sicht ist erfreulich, dass die EU–Beobachter hier hohes Vertrauen genossen haben. Gerade weil wir vor zwei Jahren, am 11. Januar 2007, die damalige Wahlbeobachtungsmission abgebrochen haben, als die Voraussetzungen für freie Wahlen nicht mehr gegeben waren, können wir heute einen Vergleich ziehen und ein gut fundiertes Urteil abgeben.” Mit ca.150 Mitgliedern ist die EU–Mission die größte ausländische Beobachtergruppe. Bangladesch wird seit dem 12. Januar 2007 von einer Übergangsregierung mit Unterstützung des Militärs geführt. Das Land erlangte 1971 seine Unabhängigkeit von Pakistan und hat seither acht Parlamentswahlen durchgeführt. Von 1983 bis 1990 wurde es vom Militär regiert, hielt aber 1991 wieder demokratische Wahlen ab. Weitere Informationen unter www.eueombangladesh.org oder www.lambsdorffdirekt.de. Weitere Informationen zu Alexander Graf Lambsdorff: Alexander Graf Lambsdorff (42) ist außenpolitischer Sprecher der FDP im EP. Ansprechpartner: In Bangladesch: Naledi Lester In Deutschland: Martina Rozok C +49 170 23 55 988 |