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| „EADS–Auftrag in USA: Pacta sunt servanda” |
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Lambsdorff zu politischen Gesprächen in den USA – Vierte Runde des Vergabeverfahrens – Kritik am Pentagon Brüssel/Straßburg, 10. Juli 2008–Der stellvertretende Vorsitzende des Binnenmarktausschusses im Europäischen Parlament, Alexander Graf Lambdorff, sagte vor seiner Reise nach Washington an der Spitze einer europäischen Delegation: „Der Vertrag zwischen EADS und dem Pentagon war unterschrieben. EADS hatte das bessere Angebot für die Betankungsflugzeuge der US–Luftwaffe. Es ist nicht zu verstehen, warum das Unternehmen jetzt unter der atemberaubenden Inkompetenz der Vergabestelle der US–Luftwaffe leiden soll. Verträge sind einzuhalten!” Lambsdorff weiter: „ Die Tatsache, dass diese Saga in die nunmehr vierte Runde geht, macht das ganze Ausmaß der Inkompetenz der Vergabestelle bei der US–Luftwaffe deutlich.” In der ersten Runde hatte Boeing den Zuschlag erhalten, bis sich herausstellte, dass Boeing die Vergabestelle bestochen hatte. Dafür gingen hochrangige Vertreter von Boeing und der Vergabestelle ins Gefängnis. In der zweiten Runde hatte die US–Luftwaffe versucht, Boeing den Vertrag 'unter der Hand' zuzuschieben, bis Senator John McCain einschritt und auf einem fairen Verfahren bestand. In der dritten Runde überzeugte ein Konsortium aus EADS und Northrop Grumman mit dem besseren Angebot gegenüber der Konkurrenz von Boeing. Hier stellte der Rechnungshof erneut Mängel fest – wenn auch wesentlich weniger gravierend als in der ersten Runde – was das Pentagon gestern dazu veranlasste, den Vertrag neu auszuschreiben. Endlich klug geworden, entzog die politische Führung des Pentagons der US–Luftwaffe die Entscheidung. „Unter einer solchen Saga von Korruption und Ineffizienz leiden nicht nur die US–Soldaten, weil sie länger auf ein neues Tankflugzeug warten müssen, sondern es geht auch zu Lasten der Arbeitnehmer von EADS und Northrop Grumman in Europa und den USA, die nun erneut zittern müssen,” so Lambsdorff abschließend. Lambsdorff wird nächste Woche als Spitze einer Delegation von Mitgliedern des Binnenmarktsausschusses in die USA reisen und in Gesprächen mit US–Politikern verdeutlichen, dass die EU eine faire Vergabe in der vierten Runde erwartet. Weitere Informationen zu Alexander Graf Lambsdorff: Alexander Graf Lambsdorff (41) ist stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz und stellvertretender Vorsitzender der FDP im EP. |