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Europa paradox: England muss EU retten PDF Drucken E-Mail

Lambsdorff zum Ausgang des irischen Referendums: „Nur Mut, Gordon!”

Brüssel, 13. Juni 2008 – Zum Ausgang des irischen Referendums erklärte der stellvertretende Vorsitzende der FDP im Europaparlament, Alexander Graf Lambsdorff: „Der europäische Einigungsprozess ist nicht am Ende. Gefordert ist jetzt ein starkes Signal der anderen Mitgliedstaaten. Eine neuerliche Denkpause darf es nicht geben, das irische Nein darf die EU nicht aufhalten. Als nächster ist England dran, wo der Ratifizierungsprozess am 18. Juni abgeschlossen werden soll, nur einen Tag vor dem nächsten Europäischen Rat, auf dem über das irische Votum beraten werden soll.

So paradox das klingt: Jetzt muss England die EU retten. Die britische Regierung hat bereits angekündigt, dass sie die Ratifizierung unabhängig vom Ausgang des irischen Referendums fortsetzen würde. Das ist gut so, denn wenn das traditionell euroskeptische England dem Vertrag zustimmt, wird sich Irland seiner Isoliertheit bewusst werden und sich hoffentlich eines Besseren besinnen. Doch all das wird in der jetzt kommenden Woche große Standfestigkeit der Labour–Regierung erfordern, denn die Anti–EU–Kräfte, die in Irland unterwegs waren, werden in den kommenden Tagen Gordon Browns Regierung ins Visier nehmen. Also: Nur Mut, Gordon Brown!”

Weitere Informationen zu Alexander Graf Lambsdorff: Alexander Graf Lambsdorff (40) ist stellvertretender Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses.

 

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