Anhörung „überwiegend positiv“ - Mehr Ehrgeiz gefordert
„Besser als beim ersten Mal, aber mehr Ehrgeiz täte ihr gut, gerade weil sie als erste europäische ,Außenministerin’ dieses Amt wesentlich prägen wird.“ - Alexander Graf Lambsdorff, 1. Stellvertretender Vorsitzende der ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament, beurteilt die Leistung von Catherine Ashton bei der Anhörung vor dem Auswärtigen Ausschuss des Europaparlaments überwiegend positiv.
Die designierte Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik habe sich besser präsentiert als bei der ersten, verkürzten Anhörung, so Lambsdorff. „Sie tritt sicherer auf als bei der Anhörung im Dezember, auch in den Detailfragen. Catherine Ashton hat ihre Hausaufgaben gemacht.“
Allerdings wollten die Abgeordneten mehr für die neue ‚Außenministerin’ als sie selbst, so Lambsdorff weiter. Das Parlament wolle einen starken Europäischen Auswärtigen Dienst, der auch für die Nachbarschaftspolitik zuständig ist, sowie Anhörungen designierter Botschafter und Sonderbeauftragter, um diese politisch aufzuwerten. Ashton lehnt diese Forderungen ab. „Ashton fehlt beim Auswärtigen Dienst und der Nachbarschaftspolitik der Ehrgeiz, den das Parlament fordert“, so Lambsdorff.  ---
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