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| Lambsdorff: Orbán mutig, aber taub |
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Zur Debatte über die politische Situation in Ungarn im Europäischen Parlament mit Premierminister Viktor Orbán, sagt Alexander Graf Lambsdorff, Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament: „Es ist gut, dass Premierminister Orbán heute ins Europäische Parlament gekommen ist, um sich zu rechtfertigen. Zwar stellt er sich der Kritik, doch er nimmt sie nicht an. Er ist mutig, aber taub, selbst dort, wo die Kritik offensichtlich gerechtfertigt ist. So erkennt Orbán nicht an, dass seine neue Verfassung und zahlreiche andere Gesetze Grundwerte der Europäischen Union verletzen - über deren Wortlaut und deren Geist. Steuerpolitik und Arbeitsrecht in Verfassungsrang zu heben, höhlt das Wahlrecht und damit die Demokratie aus. Auch wenn eine neue Regierung ins Amt kommt, sind ihr in zentralen Politikbereichen die Hände gebunden. Die Justiz wird gefügig gemacht, bei der Zentralbank versucht Orban dasselbe. Die Vertragsverletzungsverfahren, die die EU-Kommission eingeleitet hat, sind richtig, reichen aber nicht. Ein Verfahren nach Artikel 7, Absatz 1 ist nötig, mit dem die eindeutige Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung europäischer Grundwerte festgestellt werden kann. Auf dieser Basis können Empfehlungen an Ungarn beschlossen werden, die dann regelmäßig überwacht werden.“ Lambsdorff bedauert die überzogene Kritik von Teilen der Linken: „Ungarn ist nicht Weißrussland, Orban kein Viktor Chavez“, stellte er in seiner Rede klar. Dennoch bestünden erhebliche Gefahren für Demokratie und europäische Werte, die zu schützen Pflicht der EU sei. --- Pressesprecher der FDP im Europäischen Parlament: Benjamin Krieger Mobil +32 473 132645 Email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. Europäisches Parlament ASP 10 G 150 60, rue Wiertz B-1047 Brüssel www.fdp-in-europa.de Twitter: @fdpineuropa |