25.10.2012 „Mehr Europa wagen?" lautete der Titel des Vortrags, den Lambsdorff am Mittwoch in der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg hielt. Er machte aber deutlich, dass das eigentliche Wagnis darin bestünde, sich in Richtung weniger Europa und mehr Nationalismus zu bewegen. Konkret schlug er fünf Punkte vor, um Europa voran zu bringen. Lambsdorff: „Wir brauchen eine ganzheitliche Lösung für die Eurokrise. Eine weitere Vertiefung funktioniert nur, wenn sie demokratisch legitimiert ist. Es bedarf einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik, die ihren Namen wirklich verdient. Ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten sollte in einer EU mit 27 Mitgliedsstaaten kein Tabu mehr sein. Und wir müssen den Bürgern klar zu sagen, bis wohin die EU reichen wird - in ihren Zuständigkeiten und in ihren geographischen Grenzen." (sd)
|